Wir über uns

Sie haben Lust auf gutes Essen und auf gepflegte Getränke?! Das liegt ganz in unserem Interesse!

Mit Freunden in angenehmer Atmosphäre zu Abend zu essen. Neue Bekanntschaften schließen.

Bei unserem Angebot ist mit Sicherheit auch etwas für Ihren Geschmack dabei. Oder Sie lassen sich überraschen.

In Sachen Gastfreundschaft haben wir den Riecher vorn und es gibt immer etwas Neues zu entdecken.


Das Lied vom „Nordpol“

Es gibt auf der Welt sicherlich viele legendäre Lokale, so z.B. die „Sansibar“ auf Sylt, die „Harry’s“ Bar in Venedig oder das „Maxim’s“ in Paris.

Doch „Jimmys“ Currywurst vom Nordpol ist genau so legendär, wie die Currywurst der „Sansibar“ auf Sylt. Schon immer hatte die Gaststätte zum „Zum Nordpol“ an der Sieverner Straße Nr. 136 in Langen mythischen Charakter. Sie war von Alters her die nördlichste Gaststätte der Ortschaft Langen und mag daher ihren Namen haben.

Früher kehrten hier gerne die Debstedter und Wehdener Bauern ein, die ihr Heu- und Weideland in Land Wursten hatten, dorthin mit dem Fahrrad zum Melken fuhren und mit ihren Heuwagen direkt an der Wegekreuzung die Gaststätte „Nordpol“ passierten. Dort konnte man in dem damals dazugehörenden kleinen Kaufmannsladen auch schnell und bequem zu jeder Tageszeit Einkäufe tätigen, dies auch in schmutziger Arbeitskleidung.

Ebenso war der „Nordpol“ stets eine beliebte Einkehr für Jäger und Handwerker, die hier ihren Stammtisch pflegten. Jägerlatein und Handwerkerwitz waren Programm. In den Jahren von 1939 bis 1954 hatte diese Gaststätte Johann Grahl gepachtet, der dort auch wohnte und gleichzeitig die Mühle in Debstedt betrieb und somit über hohen Bekanntheitsgrad verfügte.

Aus der Zeit von Johann Grahl und seiner Frau Dora, geb. Meyer stammt das „Lied vom Nordpol“. Ein unbekannter Verfasser hat die sechs Verse getextet, in denen Personen und Ereignisse genannt werden. Das Lied wurde nach der damals viel beliebten Melodie „ Wo die Nordseewellen" gesungen. Die in dem Text erwähnten warmen Würstchen sind noch heute ein Markenzeichen dieser Gaststätte. Die Urschrift des Textes wurde von Artur Burmeister entdeckt, in Reinschrift gebracht und 1996 erstmals in einer Langener Werbezeitung veröffentlicht.


1. Mir ist heute alles, alles ganz egal,
denn wir sind ja bei dem Nordpolwirt Jan Grahl.
Wo die Füchse bellen, schleichen um den Hof,
da ist auch der Nordpol, da bist du im Kroog.

2. Wo nach frohem Jagen kehr’n die Jäger ein,
und die Anni schenkt uns ein den kühlen Wein.
Wo’s im Friedewarme Würstchen gibt,
da ist auch der Nordpol, da wird gern genippt.

3. Wo gedroschen wird mit Preisen mancher Skat,
man gewinnt den echten und den „falschen“ Has.
Wo den Ulk man nicht gleich übel nimmt,
da wohnt „Grahl“ am Nordpol, Müller ohne Wind.

4. Wo die Meta hobeln will die glatte Wand,
und der Wirt verstaucht sich manches Mal die Hand.
Wo der Kindersegen auf den Hühnern liegt,
da ist auch der Nordpol, da wird Durst besiegt.

5. Wo in frohen Stunden manches Lied erklingt
und der Sänger Jagd und Wein und Weib besingt.
Wo der Keller leer wird und die Gäste voll,
da ist auch der Nordpol, da singt man in Moll.

6. Darum ist mir jetzt auch alles scheißegal,
denn wir sind bei unserem Nordpolwirt Jan Grahl.
wo man große Bier’ trinkt und den Köm dazu,
da bist du am Nordpol und doch warm im Nu.

Artur Burmeister

Interpretation des Textes:

Johann Grahl, Gaststättenpächter von 1939-1954. Geboren am 22.7.1900 in Emtinghausen, gelernter Müller. Mühlenpächter in Debstedt von 1939-1963. Gestorben 14.3.1963. Verheiratet mit Dora Meyer, geb. 21.4.1898 in Sudwalde. Waren zuvor auch Gaststättenpächter in Sievern „Fitters Eck“ und in Holßel „Zur Pipinsburg“.

Anni Buck, Ladengehilfin, die auch in der Gaststätte bediente. Zur Gaststätte gehörte ein kleiner Kaufmannsladen.

„Im Frieden“ soll wohl bedeuten, dass man hier während des 2. Weltkrieges im Frieden zechte oder der Text wurde nach 1945 verfasst, als wieder Frieden war.

Der falsche Hase hieß auch Dachhase, wenn es sich um eine Katze handelte. Der Text bezieht sich auf eine wahre Begebenheit beim Preisskat im Jahre 1938, wo man als Gewinn statt eines echten Hasen eine tote Katze im Sack übereichte; es war ein Ulk, ein Scherz.

Müller ohne Wind nannte man Johann Grahl, denn seine Debstedter Mühle war bald nach 1924 von Windantrieb auf Elektromotore umgerüstet worden, so dass der Pächter Grahl nun schon „ohne Wind“ mahlen konnte.

Meta von Soosten, Hausgehilfin, die u.a. auch in der Gaststätte für Ordnung und Sauberkeit sorgte.

Der Kindersegen liegt auf den Hühnern. Da die Eheleute keine Kinder hatten, will der Text sagen, dass ihre Vermehrung um so mehr bei den Hühnern glückte, denn Grahls beschäftigten sich damals intensiv mit der Aufzucht von Eintagsküken, die sie zu Hühnern mästeten. Durch den Mühlenbetrieb in Debstedt verfügten sie über ausreichende Futtermittel für die Geflügelmast. Wegen fehlender eigener Kinder, hatten sie sich aber eine Tochter angenommen.


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